Konflikte als Meilensteine auf dem Weg zu einer

gewaltfreien Schule 

Konflikte gehören zum Schulalltag wie Tafel und Kreide. Schüler bringen Konflikte mit, haben sie in der Klasse oder mit der Klasse, Eltern sind unzufrieden mit Kindern und/oder Lehrern, Lehrer haben Konflikte mit Kollegen, Schülern oder Eltern.

Muss das sein?

Konflikte sind im Zusammenleben der Menschen einfach unvermeidbar. Entscheidend ist, wie wir damit umgehen.

Unsere Vision

Montag morgens 7.50 Uhr auf dem Schulhof. Schüler streben lärmend und gut gelaunt dem Schulgebäude zu oder spielen fröhlich miteinander. Lehrer überqueren freundlich lächelnd und grüßend den Schulhof. Eine neue Schulwoche beginnt, auf die sich die Beteiligten freuen.

In einer Ecke des Schulhofes haben zwei Schüler eine Meinungsverschiedenheit. Andere Schüler kommen dazu und greifen vermittelnd in den Konflikt ein. Aufgrund der kurzen Zeit kann er zwar nicht vollständig geklärt werden, die Beteiligten vereinbaren jedoch, sich in der Pause im Konfliktvermittlerbüro zu treffen, um eine Klärung herbeizuführen.

8.15 Uhr. Blick ins Klassenzimmer: Schüler sitzen konzentriert und mit Spaß arbeitend an ihren Tischen, Lehrer unterrichten mit Freude und Begeisterung.

Eine Utopie?

Nein. Unseres Erachtens ein erreichbares Ziel.

Aber wie angesichts der steigenden Gewalt an Schulen, ja sogar schon an Grundschulen?

Ein Weg  

Schulen haben u.a. die Aufgabe, die in jedem Menschen vorhandenen sozialen Kompetenzen bei den Schülern wach zu rufen und zu festigen.

Ein wichtiger Schritt ist der Umgang mit Konflikten.

Dabei sind Sie als Lehrer Vorbild für die Schüler:

Wie gehen Sie mit Konflikten unter Schülern um?

Wie mit Konflikten im Kollegium?

Wie mit Konflikten mit Eltern?

Es gibt viele Modelle, die Streitkultur in Schulen zu verändern und so zur Gewaltprävention beizutragen.

Unser Ansatz

Unser Ansatz ist eine am Menschen orientierte Mediation, die auf dem Modell der „Gewaltfreien Kommunikation“ nach Dr. Marshall Rosenberg beruht.

Dabei gehen wir davon aus, dass Menschen jede ihrer Handlungen deshalb ausführen, um sich ein oder mehrere Bedürfnisse zu erfüllen. Manche Handlungen sind dazu geeignet, andere eher nicht.

Beispiel

Sie kennen das Beispiel der Schüler, die laut um die Aufmerksamkeit der Lehrer schreien, indem sie stören. Dahinter mag z.B. das Bedürfnis nach Anerkennung stecken. Diese Schüler bekommen nun zwar Aufmerksamkeit, etwa in Form von Strafen, aber ihr eigentliches Bedürfnis nach Anerkennung wird nicht erfüllt.

Was ist die Aufgabe der Mediatoren?

Ein Konflikt besteht aus einem Sachproblem und starken Emotionen.

Deshalb können Konflikte nicht ausschließlich auf der Sachebene gelöst werden.

Die Mediatoren  greifen die Emotionen auf und arbeiten mit den Beteiligten die hinter den Emotionen liegenden Interessen und Bedürfnisse heraus.

Wenn die Interessen erkannt sind, ist es möglich zu sehen, dass die  vorausgegangene Handlung das Bedürfnis nicht erfüllt hat.

Und es ist möglich, andere Handlungsmöglichkeiten auszuprobieren. So kommen auch unerwartete Lösungen zustande.

Lösungen

Lösungen geben nicht die Mediatoren vor, es ergeht kein Urteils- oder Schiedsspruch von außen, an den sich alle zu halten haben.

Vielmehr erarbeiten sich die Beteiligten „ihre“ Lösungen selbst, die daher tragfähig sind.

Sie erarbeiten Lösungen so, dass alle Konfliktparteien Gewinner sind , dass es keine Verlierer, sondern nur Gewinner gibt.

Bei welchen Konflikten ist dieses Modell anwendbar?

Grundsätzlich bei allen Arten von Konflikten. Gleichgültig, ob es sich um Konflikte im Kollegium, zwischen Lehrern und Eltern, zwischen Lehrern und Schülern oder um Konflikte unter Schülern handelt.

Wie bei allen Konfliktvermittlungen ist es auch hier hilfreich, wenn sich der Konflikt noch nicht über Jahre verfestigt hat, wobei auch schon lange währende Konflikte lösbar sind.

Können Kinder dies schon leisten?

Nach unserer Erfahrung sind gerade die Kinder noch mit sich und ihren Bedürfnissen verbunden. Daher fällt es ihnen leicht, sich auf dieses Konfliktlösungsmodell einzulassen. Und zwar auch schon im Grundschulalter.

Was bewirkt dieses Konfliktlösungsmodell?

Uns Erwachsenen wird es manchmal schwerer als den Kindern, weil wir teilweise weiter von unseren Bedürfnissen entfernt sind.

Wenn wir uns jedoch darauf einlassen, haben wir die Chance, persönlich zu wachsen und gleichzeitig einen wohlwollenden und wahrhaftigen Umgang miteinander zu pflegen.

Das führt u.a. zu einem Klima, in dem das Arbeiten Spaß und Freude macht. Das wirkt sich wiederum auf die Schüler aus, die auch mit Spaß und Freude lernen.

So kann ein neues Konfliktverhalten der Ausgangspunkt für ein friedvolles und befriedigendes Miteinander sein.

Unser Beitrag

1.     Wir vermitteln in Konflikten im Kollegium, zwischen Lehrern/innen und Schülern/innen und Lehrern/innen und Eltern

2.     Wir üben mit Lehrern/innen und/oder Schülern/innen das neue Konfliktverhalten ein.

3.     Wir coachen Sie, damit Sie nicht allein stehen.

Nähere Informationen

Für nähere Informationen stehen wir gern zur Verfügung. Bitte klicken Sie zum Kontakt und wenden sich an Sabine Hager.